Die acht Trigramme des I Ging in einer alten Darstellung

Das I Ging bietet eine der grundlegendsten Möglichkeiten, sich im Leben komplett neu aufzustellen.

Mit seiner Hilfe findet jeder einzelne Mensch heraus, ob er sein Leben so lebt, wie er es im tiefsten Inneren möchte. Durch eine besondere Methode des „Deprogrammierens“ befreit man/frau sich von falschen Konventionen und Glaubenssätzen. Immer klarer tritt so der eigentliche eigene menschliche Kern zutage. Hindernisse werden aufgezeigt und Lösungen zu ihrer Beseitigung aufgezeigt. Das Ergebnis ist, dass der Mensch seine Einzigartigkeit findet und seine Lebensenergie – chinesisch das „CHI“ – für alle Lebenslagen gestärkt wird.

Geschichte

Ursprünglich ist das I Ging ein aus alter Zeit stammendes chinesisches Orakel, das man befragte, um günstige Prognosen für Ernte, das Zusammenleben oder politische Zwecke zu erhalten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es von dem deutschen Sinologen Richard Wilhelm entdeckt, übersetzt und in den Westen gebracht. Es fand großen Verbreitung, auch bei Philosophen und Künstlern. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es stets erneuert und aktualisiert.

Aktualität

Heutzutage kann man das I Ging einen außergewöhnlichen psychologischen Ratgeber nennen. Das Einzigartige ist seine Interaktivität: Es gibt eine kommunikative Verbindung und Verbundenheit zwischen der „Quelle“ die durch die Texte spricht und dem Fragesteller, der das Buch zu Rate zieht. Das ist höchst ungewöhnlich! Es macht das I Ging zu einem lebendigen Buch, welches direkt unsere Gefühle, unseren Intellekt und ein – in jedem Menschen tief verborgenes – intuitives Gespür für Wahrheit anspricht. Die Befragung des I Ging eröffnet neue Wege der Kommunikation.

Ratgeber

Wir stecken oft in Ängsten, Zweifeln und Ansprüchen – an uns selbst oder an andere – fest. Dadurch geraten wir in Konflikte. Unser Denken und unser Ego – die innere kritische Stimme – nehmen Überhand und geben keine Ruhe mehr: wir fühlen uns getrieben und rastlos – bis zur Erschöpfung. Wir haben nicht gelernt, uns gegen diesen „Denkschwall“ zu wehren. Wir verlieren unsere Mitte. Das I Ging hilft uns konkret aus dieser Falle heraus. Mit Hilfe seiner tiefen Lebensweisheiten schaufeln wir uns wieder frei.

Die I Ging Befragung

Orakelgemäß können wir das I Ging befragen – entweder allein oder mit Hilfe. Grundlage des Orakelbuches sind 64 Kapitel oder Hexagramme – Kraftsymbole aus zwei Trigrammen (Drei Linien- siehe Abbildung oben), also insgesamt sechs Yin- oder Yang Linien. Sie erklären uns das Wirken kosmischer energetischer Gesetze an Hand bestimmter Themen. Beispiele: „Die Natur“/ „Das Abtrennen“/ „Das Ernähren“/ „Die Bescheidenheit“/ „Das Befreien“/ „Das Mehren“/ „Das Mindern“/ „Die Fülle“ etc. Mittels Münzmethode oder kinesiologischer Austestung finden wir das Hexagramm, das gerade zentral unsere konkrete Situation prägt. Wir beginnen, den Text zu lesen und fühlen uns sofort assoziativ, gedanklich und gefühlsmäßig angesprochen. Die Worte erfassen unsere Situation und arbeiten in Uns: Wir spüren sofort, was in unserer Situation „nicht stimmt“. Als nächstes erfahren wir genau, welche Schritte wir unternehmen können um unsere Situation zu bereinigen, zu klären.

Beispiele für Fragen

Warum bin ich erschöpft, mutlos, lustlos, müde, ängstlich, wütend, unruhig, unglücklich? Was sind meine Stärken, was meine Schwächen? Was hält mich davon ab, mein Leben zu genießen? Was erschwert meine momentane Situation? Warum bin ich krank geworden? Wie werde ich wieder gesund? Wie kann ich mich weiterentwickeln? Wie komme ich aus dem Mangel in die Fülle?

Alles erreicht? Bild mit freundlicher Genehmigung von Hans-Peter Gurski aus Mechernich 2022

Durchführung: Ich zeige Ihnen, wie Sie das Buch befragen können. Wir testen ein Hexagramm aus. Befragung und Erläuterung dauern in der Regel 60- 90 Minuten.

Die Fassung von Carol K. Anthony und Hanna Moog aus dem Jahr 2002 (rechts im Bild) ist für mich die meist inspirierende und sprudelnde neuzeitliche I Ging-Quelle. Die Kommentare eröffnen vielseitige Wege, unsere innere Wahrheit, unsere Kreativität und Einzigartigkeit zu finden und unsere Lebensaufgabe deutlich zu machen. Es bildet die Grundlage der I Ging- Befragung in meiner Praxis. Mein erster Kontakt mit dem I Ging in der Fassung von Richard Wilhelm (links im Bild) erfolgte bereits 1984 in den Niederlanden. Seitdem ist es mein ständiger Begleiter.